Dieses groß angelegte musikalische Projekt verbindet künstlerisches Schaffen mit einer pädagogischen Dimension. Es eröffnet einen Raum, in dem Dichter:innen, Sänger:innen und Klangkünstler:innen einen Dialog zwischen Musik, gesprochenem Wort, Erinnerungen und Archiven herstellen. Die Klänge stammen aus Drone-, Ambient- und Post-Rock-Traditionen; freiere Passagen entstehen auf präparierter und perkussiver Gitarre.
Das Projekt baut auf einer langen Geschichte drone-basierter Praktiken in der arabischen und ostmediterranen Musik auf. Es verwebt archivierte Kassettenaufnahmen, die von der Generation des libanesischen Bürgerkriegs überliefert wurden, mit neuem musikalischem Material. Dabei untersucht es zwei Fragen: Wie können solche archivierten Aufnahmen selbst zu musikalischen Akteur:innen werden? Und wie könnten jüngere Musiker:innen Drone-Traditionen neu interpretieren?
Das Projekt reagiert auf eine Reihe von Krisen, die den Libanon seit 2019 erschüttert haben – wirtschaftlicher Zusammenbruch, COVID-19, die Explosion im Hafen von Beirut und anhaltende regionale Instabilität. Diese Krisen haben eine jüngere Generation von den Hoffnungen der Nach-Bürgerkriegszeit entfremdet – jenen Hoffnungen, die das Land zwischen 1990 und 2019 geprägt hatten.
Fadi Tabbal ist ein libanesischer Musiker, Produzent und Tontechniker.

















































































































































































