Die Gwaertler Stiftung wurde nach einem kleinen Berg in der Schweiz benannt. Es existieren dort keine offiziellen Wanderwege. Wer ihn erklimmen will, muss selbst aktiv werden, neugierig sein und Mut zeigen, um den eigenen Weg zu finden. Eine solche Reise offenbart einzigartige, sich ständig verändernde Ausblicke: auf das bereits Zurückgelegte, auf das, was noch vor einem liegt und auf die Umwelt, deren Anblick sich mit jedem Schritt verändert. So kann sich ein Bewusstsein entwickeln für die eigene Position im großen Ganzen.
Die 2013 von Künstler:innen gegründete Gwaertler Stiftung entwickelte sich aus einem tiefen Verständnis dafür, wie künstlerische Arbeit entsteht. Selten verläuft sie auf vorhersehbaren Wegen, und oft fehlt genau dann Unterstützung, wenn sie am nötigsten wäre. Deshalb fördern wir Projekte in ihren unsicheren, formativen Phasen – und setzen uns für Praktiken ein, die künstlerisches Leben auch jenseits institutioneller Strukturen ermöglichen.