Das Video-Essay ist Teil einer Trilogie, die sich mit Niederlage, Verlust und Trauer befasst und zwei frühere Arbeiten einbezieht: eine, die die Rücktrittsrede des ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser aus dem Jahr 1967 anhand von Film- und Fernsehaufnahmen rekonstruiert, und eine weitere, die seinen Mund während der Rede isoliert und seine Worte durch Pausen und Stille ersetzt.
Ein wiederkehrender Schwerpunkt dieser Untersuchung ist der Moment der Ausstrahlung jenes Rücktritts: Anstatt lediglich auf das historische Ereignis zurückzublicken, interessiert sich das Projekt für dessen mediales Nachleben – also dafür, wie dieser Augenblick im Laufe der Zeit übermittelt und erinnert wurde und wie man ihm heute erneut begegnet.
Wenn Bilder von Zerstörung und politischer Gewalt in Echtzeit zirkulieren, erreichen sie uns oft, bevor die Trauer überhaupt einsetzen kann. So entsteht ein Zustand des aufgeschobenen Trauerns. Der Video-Essay will diese Spannung nicht auflösen, sondern sie offenhalten. Es kehrt zu den Bildern zurück – nicht um sie zu konsumieren, sondern um sie zu verlangsamen, aufzubrechen und neu zusammenzusetzen und sich so ihrem Verschwinden in einem endlosen Strom zu widersetzen.
Essa Grayeb ist ein palästinensischer bildender Künstler, der in den Bereichen analoge Fotografie, Bewegtbild und Installation arbeitet.
















































































































































































