Im Zentrum steht ein teils autobiografischer, auf Recherche basierender Essayfilm – begleitet von abstrakten Skulpturen und Installationen. Der Film untersucht die Auswirkungen kolonialer Machtstrukturen sowie Fragen von Identität und Zugehörigkeit.
Das Projekt greift auf die Erfahrungen Selou Sowes zurück. Sowe ist als Afrodeutsche/r im Deutschland der 1990er Jahre aufgewachsen – in den sogenannten ‚Baseballschlägerjahren‘, einer Zeit, die von pogromartigen Ausschreitungen und gezielten Angriffen auf Migrant:innen geprägt war. Zudem bezieht sich das Projekt auf die Geschichte der Fulbe von Futa Jallon im heutigen Guinea-Conakry und deren Widerstand gegen die französische Kolonialexpansion zwischen 1889 und 1896.
Nach der Trennung der Eltern kam Selou Sowe 1995 im Alter von acht Jahren in staatliche Obhut und wuchs in einem Kinderheim auf. Im Erwachsenenalter nahm Sowe wieder Kontakt zum Vater auf und begann, auf der Suche nach einer alternativen Identitätserzählung, die eigene Abstammung zu erforschen. Gemeinsam werden die beiden nach Futa Jallon reisen, um historische Stätten zu dokumentieren, mündliche und schriftliche Überlieferungen zu sammeln und mit lokalen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten.
Selou Sowe ist deutsche:r bildende:r Künstler:in.















































































































































































