‚I SEE, YOU MEAN‘ (Arbeitstitel) ist ein neues Forschungsprojekt zur narrativen Form im Film. Es entsteht als Gegenentwurf zum Kontinuitätsmodell, das das Erzählkino dominiert – einer Philosophie des Unsichtbaren, in der die Geschichte das Publikum nahtlos und ohne Bewusstsein für die Form erreichen soll. Dem setzt das Projekt ein Kino des Sichtbaren entgegen.
Ausgangspunkt ist der Essay ‚For a Shamanic Cinema‘ des chilenischen Filmemachers Raúl Ruiz. Auf dieser Grundlage untersucht das Projekt filmische Praktiken, deren Erzählstrukturen aus einer spielerischen oder hemmungslosen Auseinandersetzung mit der Form selbst entstehen. Die Geschichte wird dabei als Gestalt verstanden: Diagramme bilden die Erzählstrukturen ausgewählter Künstler:innen- und Autor:innenfilme ab und dienen als rudimentäre Skripte für eine Installation im Sinne des Expanded Cinema.
Dieser Ansatz wird als ‚Landscape Plus‘ bezeichnet. Er umfasst Dreharbeiten in freier Natur mit Laiendarsteller:innen. Hinzu kommen Tonaufnahmen: ungeprobte Live-Musik und Textlesungen sowie Field Recordings. Sie werden zu einer fragmentarischen Struktur montiert, die an die Stelle konventionellen Erzählens tritt und stattdessen den Fokus auf Prozess und Materialität legt.
Laida Lertxundi ist eine spanische Künstlerin, Filmemacherin und Professorin für Bildende Kunst, die in den USA und im Baskenland tätig ist.








































































































































































