Der Titel Hell in Paradise geht auf einen Ausdruck zurück, den Giorgio Santoriello, Mitbegründer und Direktor des Vereins Cova Contro, zur Beschreibung der Ölförderung in der Basilikata in Süditalien verwendete. Die Ölfelder der Basilikata gehören zu den größten und produktivsten Onshore-Förderstandorten Europas und decken schätzungsweise zehn Prozent des nationalen Öl- und Gasbedarfs Italiens ab. Seit 2013 befasst sich Cova Contro mit Umweltverbrechen, bekämpft Aktivitäten der Ökomafia sowie Korruption in der öffentlichen Verwaltung und setzt sich für den Schutz von Verbraucher:innen und Gemeingütern ein.
Bürgerwissenschaftler:innen und lokale Journalist:innen dokumentieren seit über drei Jahrzehnten die in die Luft freigesetzten Schadstoffe und Kohlenwasserstoffe sowie die Grundwasserverschmutzung durch Schwermetalle und Kohlenwasserstoffe. Ihr Bild- und Datenmaterial zeigt die Auswirkungen der Öl- und Gasförderung in der Region. Das Projekt ist in enger Zusammenarbeit mit Cova Contro entstanden und nimmt als Film Gestalt an. Es ordnet diese Bemühungen in umfassendere Kämpfe sowie in den historischen Kontext des Ölextraktivismus ein.
Alessandra Ferrini ist eine in Italien geborene, in Großbritannien lebende Künstlerin, Forscherin und Pädagogin.










































































































































































