Marta Popivodas fortlaufende Zusammenarbeit mit der Dramaturgin Ana Vujanović verbindet Landschaftsdramaturgie, feministisches Geschichtenerzählen und antifaschistische Erinnerung. Diese Untersuchung geht von einer Fallstudie aus, die während einer Residenz in West Cork, Irland, entstand. Die Gegend gilt seit den 1960er- und 70er-Jahren als Domizil einer lesbischen und queeren Gemeinschaft, von der einige während des Kalten Krieges dort Zuflucht suchten. Untersucht werden sowohl deren Beziehung zum Land als auch die Fortpflanzungsbiologie von Moosen – einer der frühesten Pflanzen, die vom Wasser an Land wanderten.
Das Projekt überträgt diese Erkenntnisse auf Berlin-Brandenburg, wo rechtsextreme Gruppen den Umweltschutz für sich vereinnahmen – mit Rückgriff auf ‚Blut und Boden‘, eine Ideologie aus der Zeit des Nationalsozialismus, die Rasse und Land miteinander verband. Die Forschung setzt dabei Wärmebildtechnik ein, ein Werkzeug, das normalerweise in der Landwirtschaft verwendet wird, um die Landschaft auf neue Weise zu beobachten. Hinzu kommt ein Moosgarten, der sowohl als Forschungsstandort als auch als Installation angelegt ist.
Marta Popivoda ist Filmemacherin, Künstlerin und Forscherin. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Belgrad.













































































































































































