Gwaertler Grant

Der Gwaertler Grant unterstützt künstlerische Arbeiten, die sich signifikant mit ihrem Entstehungskontext auseinandersetzen. In den vergangenen Jahren wurden sowohl Schweizer als auch internationale Kunstschaffende aus unterschiedlichsten Disziplinen gefördert. Ihre experimentellen, interdisziplinären und prozessorientierten Projekte setzen sich intensiv mit den sozialen, kulturellen und ökologischen Bedingungen ihrer Zeit auseinander.

Unsere Förderung unterstützt Künstler:innen in der Frühphase ihrer Projekte: in einer Zeit, in der Ideen Gestalt annehmen, Recherchen vertieft, Netzwerke aufgebaut und erste Experimente gewagt werden. Wir sind überzeugt, dass gerade diese Phase entscheidend ist. Sie ist häufig unterfinanziert – und doch werden hier die Grundlagen für bedeutende künstlerische Arbeiten gelegt. Unsere Förderung ermöglicht daher ein breites Spektrum an Aktivitäten: von Archivrecherchen über die Vernetzung mit Fachpersonen anderer Disziplinen, aktive Feldforschung und interkulturelle Zusammenarbeit bis hin zu Interviews, Kursen, Workshops, technischen Experimenten oder dem Lernen durch Praktiker:innen aus anderen Bereichen und vieles mehr.

Die Vergabe des Gwaertler Grant erfolgt im Rahmen eines Nominierungsverfahrens und nicht durch Bewerbungen. In jedem Zyklus lädt die Stiftung eine kleine Gruppe von Praktiker:innen – Künstler:innen, Forschende, Pädagog:innen und ehemalige Stipendiat:innen – dazu ein, Empfehlungen für Nominierungen abzugeben. Diese Personen sind eng in spezifische künstlerische Gemeinschaften und Kontexte eingebunden, und wir vertrauen auf ihre fundierte Kenntnis der jeweiligen lokalen Arbeitsbedingungen.

Die eingereichten Projekte werden vom Team der Stiftung sowie von einem kleinen Auswahlgremium geprüft. Zu den Bewertungskriterien zählen unter anderem der Entwicklungsstand des Projekts, die Notwendigkeit einer Unterstützung gerade zu diesem Zeitpunkt, seine Resonanz innerhalb seines jeweiligen Kontexts sowie das Ausmaß, in dem das Vorhaben außerhalb herkömmlicher Förderstrukturen angesiedelt ist.

Im Jahr 2026 konzentriert sich jede Förderrunde auf einen spezifischen Bereich: Bewegtbildkunst (Frühjahr – abgeschlossen), Klangkunst & Experimentelle Musik (Sommer) sowie Interdisziplinäre & Cross-Media-Praxis (Herbst).

Die geförderten Projekte werden im Laufe des Jahres bekannt gegeben. Die Förderung wird ausschließlich auf dem Wege der Nominierung vergeben – Direktbewerbungen können leider nicht angenommen werden.