Die Sängerin Shoko Numao und die Flötistin Wakana Ikeda arbeiten in diesem Projekt erstmals als Duo zusammen. Gemeinsam erforschen sie Musik, die im Dialog entsteht – einem Dialog, der auf individueller Erfahrung beruht. Inspiriert ist das Projekt von Walter Benjamins Essay ‚Die Aufgabe des Übersetzers‘, in dem Übersetzung nicht als bloße Informationsübermittlung verstanden wird, sondern als Kunstform, die das Unsagbare eines Textes vermittelt.
Die erste Phase umfasst Feldforschung an verschiedenen Orten. Diese richtet sich nicht auf vorab festgelegte Ziele, sondern auf zufällige Begegnungen, die aus dem Stillstehen in der Zeit entstehen. Die Ergebnisse werden per Post geteilt. Damit werden auch die asynchrone Zeit von Senden und Empfangen sowie das reisende Objekt selbst zum Teil des Austauschs. Das steht bewusst im Gegensatz zu digitalen Mitteln, die alle Orte zu einem gemeinsamen ‚Jetzt‘ synchronisieren.
Mit Stimme und Flöte – zwei Instrumenten, die eng mit dem Körper und nicht mit digitaler Technologie verbunden sind – entfaltet sich der Prozess in wiederholten Zyklen von Feldforschung und Austausch, bewusst im langsamen Tempo der Post.
Wakana Ikeda ist Flötistin und Komponistin. Shoko Numao ist Sängerin und Songwriterin. Beide leben in Japan.























































































































































































