Das Projekt bildet den Ausgangspunkt für ein geplantes zehnjähriges Filmvorhaben mit dem Titel Memoirs & Fictions of an Island Before its Vanishing – A Guadeloupean Trilogy. Dessen erstes Kapitel, ‚Voler la terre, c'est voler les corps‘ (Das Land stehlen heißt, die Körper stehlen), zeichnet die Geschichte Guadeloupes nach – von der Eroberung bis zum anhaltenden Ringen um nationale Eigenständigkeit –, indem es Fragmente von Landschaft, Körper, Erzählung und Archiv miteinander verknüpft.
Guadeloupe, ein karibischer Archipel, war vor der Ankunft von Christoph Kolumbus im Jahr 1493 von den Völkern der Kalinago und Taíno besiedelt. Ab 1635 etablierte die französische Kolonialisierung eine Plantagenwirtschaft, die auf Afrikanischer Sklaverei und der Enteignung von Land beruhte.
Recherchen in französischen Archiven ergaben, dass visuelle Zeugnisse dieser Geschichte fast ausschließlich vom externen, kolonialen Blick geprägt sind – eine Lücke, der das Projekt begegnet: Es nutzt das Medium Film nicht zur bloßen Illustration der Vergangenheit, sondern um Erzählungen aus dem Körper, dem Archiv und dessen Leerstellen heraus zu entwickeln.
Malaury Eloi Paisley ist Filmemacherin und bildende Künstlerin aus Guadeloupe.















































































































































































