Cry My Way to Heaven (AT) ist ein audiovisuelles Forschungsprojekt, das iranische Staatspropaganda anhand der ‚Muharram‘-Trauerzeremonien und der Figur des ‚Maddah‘ untersucht – einem zentralen medialen Instrument des islamischen Regimes. Der Film basiert auf umfangreichem online Found Footage und verleiht der Stimme eines fiktiven Teenagers Gehör, der sich diesen ausschließlich Männern vorbehaltenen Ritualen zutiefst verschrieben hat. Auf diese Weise legt das Projekt offen, wie Glaube, Begehren, Männlichkeit und Macht durch erzwungene emotionale Performances miteinander verknüpft werden. Durch die Verbindung von Ironie, Intimität und poetischer Erzählweise rahmt das Werk propagandistisches Bildmaterial neu und macht dessen affektive Mechanismen ebenso sichtbar wie die darin eingeschriebene, oft verborgene Gewalt. Als Teil der fortlaufenden Reihe eXiled.ir setzt das Projekt eine langjährige Praxis fort, staatliches Archivmaterial in fiktionale Erzählungen zu überführen, die zugleich politische Kritik und persönliches Zeugnis aus dem Exil sind.
Saleh Kashefi (alias Filmsaaz) ist ein in Teheran geborener audiovisueller Künstler und Forscher. In seiner Arbeit verbindet er Found Footage, Klang und Fiktion.



































































































































