Das Solar Geoengineering Archive, 1991 / 2025 / 2059 ist ein kollaboratives, forschungsbasiertes Kunstprojekt von Mica Cabildo und Ivar Veermäe. In einer spekulativen, nicht linearen Erzählung, die sich über fast sieben Jahrzehnte erstreckt, setzt sich das Projekt mit Solar Geoengineering auseinander. Ausgehend vom Ausbruch des Mount Pinatubo auf den Philippinen im Jahr 1991 untersucht das Projekt die planetaren Effekte vulkanischer Aerosole, greift aktuelle wissenschaftliche und technologische Debatten auf und entwirft mögliche Zukunftsszenarien im Umgang mit Sonnenstrahlung. Die Künstler:innen arbeiten sowohl im globalen Süden als auch im globalen Norden und verbinden dabei indigenes ökologisches Wissen mit wissenschaftlicher Forschung und kritischen technologischen Perspektiven. Durch Feldforschung, Gespräche und audiobasierten Austausch entwickelt sich das Projekt zu einer mehrkanaligen Klanginstallation sowie zu einem physisch-digitalen Online-Archiv – dem weltweit ersten Solar Geoengineering Archive.
Ivar Veermäe ist bildender Künstler. In seiner Arbeit setzt er sich kritisch mit technologischer Entwicklung und den ihr zugrunde liegenden ökologischen Glaubenssystemen auseinander. Mica Cabildo ist Umweltkünstlerin und Multimedia-Designerin. Sie arbeitet in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen und indigenen Gemeinschaften zu Fragen von Klima, Katastrophen und Anpassungsstrategien.



































































































































