The Right to Forget ist ein kurzer Dokumentarfilm, der sich mit Auslöschung, Schweigen und der Weitergabe von Erinnerung auseinandersetzt. Ausgangspunkt ist eine Familiengeschichte, die mit dem Schweizer Goldhandel, dem Bankengeheimnis und kolonialen Verflechtungen verbunden ist. Von der Zerstörung jener Archive ausgehend, die mit den Bergbauaktivitäten des Großvaters der Künstlerin in den 1980er-Jahren zusammenhängen, fragt der Film danach, was bleibt, wenn Dokumente, Bilder und Zeugnisse bewusst entfernt wurden. Anhand von Fragmenten, Leerstellen und indirekten Stimmen – darunter auch nicht-menschliche Präsenzen wie die von Mobutu Sese Seko nach Basel gebrachten Okapis – untersucht das Projekt, wie Geschichte geschrieben, vergessen oder verdrängt wird. Durch Archivrecherchen, Interviews und ortsspezifische Dreharbeiten in der Schweiz, Luxemburg und dem ehemaligen Zaire reflektiert der Film Fragen von Verantwortung, Erinnerung und den politischen Bedingungen, die Vergessen ermöglichen.
Lisa Mazenauer ist Künstlerin und arbeitet mit Film, Installation, Fotografie und Klang. In ihrer Praxis erforscht sie Erinnerung, Extraktivismus und die Konstruktion von Geschichte anhand persönlicher und kollektiver Archive.



































































































































