The Dew Point ist eine dokumentarische Performance, die den ambivalenten Wert von Sicherheit in Zeiten des (anhaltenden) Krieges untersucht. Im Mittelpunkt des Projekts steht der persönliche Prozess der Künstlerin Kristina Norman, die gemeinsam mit ihrem Vater – der Wehrpflichtiger in der sowjetischen Armee in den Jahren 1977/78 war – eine Sauna aus der Sowjetzeit im ländlichen Estland renoviert. Die Performance verknüpft die videografische Dokumentation des Bauprozesses mit der live erzählten Erinnerung an die Geschichten des Vaters. Auf diese Weise entfaltet sich eine ambivalente Erfahrung des baltischen Raums – mental wie physisch –, in der der Taupunkt zu einem möglichen Moment poetischer Transformation wird.
Kristina Norman (geb. 1979 in Tallinn) ist eine interdisziplinäre Künstlerin, die mit Video, Installation, Performance und Dokumentarfilm arbeitet. In ihrer Praxis untersucht sie kollektive Gedächtnisse, den öffentlichen Raum sowie die Schnittstellen zwischen privater Erfahrung und politischer Geschichte. Sie vertrat Estland auf der Biennale von Venedig in den Jahren 2009 und 2022.



































































































































