MAÍZ: Symptomatologies of a Living Archive ist ein von Künstler:innen geleitetes Forschungsprojekt, das sich den 64 einheimischen Maissorten Mexikos und den Gemeinschaften widmet, die sie bis heute bewahren. Durch die Verbindung von Dokumentarfotografie, Fotogrammetrie und immersivem 360°-Video versteht das Projekt Mais als ein lebendiges Archiv – geprägt von ökologischem Wissen, rituellen Praktiken und kulturellem Gedächtnis. Vor dem Hintergrund industrieller Landwirtschaft, genetischer Vereinheitlichung und klimatischer Instabilität stellt MAÍZ die Frage, was verloren geht, wenn eine Art – und ihre Beziehung zu Land und Territorium – verschwindet. In enger Zusammenarbeit mit Saatguthüter:innen, Agronom:innen und lokalen Netzwerken entstehen digitale ‚Fossilien‘, mündliche Erzählungen und immersive Bildwelten. Zentrale Prinzipien sind dabei die kollektive Autor:innenschaft und ein nachhaltiger Nutzen für die beteiligten Gemeinschaften. Die Forschung mündet in ein frei zugängliches Webarchiv, das Biodiversität, Klimaresilienz und gemeinschaftsbasiertes Wissen miteinander verknüpft.
Cristóbal Ascencio ist ein in Mexiko geborener Fotograf und bildender Künstler. Seine Arbeiten verknüpfen Fotografie mit digitaler Archäologie, Erinnerungen und ortsspezifischer Forschung.















































































































































