Fiktionsbescheinigung ist ein künstlerisches Forschungsprojekt, das die Auswirkungen migrationspolitischer Bürokratie auf Identität, Zugehörigkeit und Zukunftsentwürfe untersucht. Ausgehend von den eigenen Erfahrungen der Künstlerin, die über Jahre mit einer befristeten Aufenthaltserlaubnis in Deutschland lebte, macht das Projekt die strukturelle Gewalt und Absurdität institutioneller Systeme sichtbar, die das Leben von Migrant:innen in einen permanenten Zustand der Vorläufigkeit versetzen. Das in Wilhelmsburg (Hamburg) entwickelte Projekt entfaltet sich in partizipativen Workshops mit Bewohner:innen unterschiedlicher Migrationsgeschichten. Mithilfe von Theaterübungen, Autofiktion und kollektiven Nachstellungen von Begegnungen mit der Ausländerbehörde verwandeln die Teilnehmenden Erfahrungen von Ohnmacht in gemeinsame Akte der Imagination, Reflexion und Solidarität. Ausgewählte Sessions werden dokumentiert und lokal als Video- und Klanginstallationen präsentiert, wodurch ein wachsendes Archiv entsteht.
Catalina González González (geb. 1990 in Kolumbien) ist eine in Hamburg lebende Künstlerin und Filmemacherin.















































































































































