WITCH: Fragments toward a Sorceress Figure ist eine Filmcollage, die das Leben und Vermächtnis von Taos Amrouche, ihrer Mutter Fadhma und ihrer Großmutter Aïni neu betrachtet. Im Zentrum stehen drei nordafrikanische Frauen, deren Stimmen durch koloniale und patriarchale Narrative überliefert, gefiltert und häufig verzerrt wurden. Ausgehend von persönlichen Archiven, Berberliedern aus der Kabylei sowie intuitivem, collageartigem Schreiben versucht der Film, die Leerstellen des Archivs durch Affekt, Ritual und Imagination zu öffnen. Hexerei erscheint hier als künstlerische wie politische Sprache. Das Projekt untersucht Formen weiblicher Weitergabe, personifizierte Freiheit und generationenübergreifenden Widerstand und entwickelt ein Kino, das Ambivalenz zulässt. Mit feministischen und dekolonialen Bild- und Erzählformen stellt es dominante historische Denkmuster infrage.
Bahia Bencheikh El Fegoun ist Filmemacherin und Forscherin. In ihrer Arbeit verbindet sie poetische und dokumentarische Filmformen, um Erinnerung, Widerstand und politische Subjektivität zu erforschen.















































































































































