Die Kuhlthexe – for you, my witch ist ein interdisziplinäres künstlerisches Forschungsprojekt von Anna Martens, das rituelle Bewegung als Form verkörperten Wissens untersucht. Im Zentrum stehen Praktiken, die während der Hexenverfolgungen vom 15. bis 18. Jahrhundert unterdrückt wurden. Das Projekt begreift weiblich geprägte, kollektive und widerständige Körperrituale als lebendige Erinnerungsarchive. Auf der Grundlage feministischer Theorie, tanzwissenschaftlicher Forschung und Archivarbeit verbindet Die Kuhlthexe somatische Praktiken wie Authentic Movement, Kontaktimprovisation und Kreistanz mit Feldforschung und Studiochoreografie. In Zusammenarbeit mit Tänzer:innen aus der Schweiz und Österreich zielt das Projekt darauf ab, marginalisiertes rituelles Wissen zu reaktivieren und in zeitgenössische Tanzformen zu übersetzen. Die Forschung mündet in ein Bewegungsarchiv aus Video-, Audio- und choreografischem Material, das als Grundlage für eine zukünftige partizipative Performance in natürlichen und gemeinschaftlichen Kontexten dient.
Anna Martens ist eine in Deutschland lebende Choreografin und Tänzerin. Ihre queer-feministische Praxis verbindet zeitgenössischen Tanz, somatische Arbeit und Ritualforschung.















































































































































