Cinema-ye Azad dokumentiert und bewahrt die Geschichte einer unabhängigen iranischen Filmbewegung, die 1969 als Reaktion auf den eingeschränkten Zugang zu Filmressourcen sowie auf institutionelle Kontrolle entstand. Mithilfe der damals verfügbaren 8-mm-Technik entwickelte sich Cinema-ye Azad zu einem landesweiten Kollektiv von mehr als 300 Filmschaffenden. Gemeinsam produzierten sie rund 1.000 Kurzfilme, organisierten Festivals und bauten ein dezentrales kulturelles Netzwerk im gesamten Iran auf. Seit 2017 liegt der Fokus des Projekts auf der Forschung, der Restaurierung und der Archivierung. In diesem Rahmen konnten bislang über 300 Kurzfilme sowie drei Spielfilme restauriert werden. Derzeit wird das Archiv durch Forschungsarbeiten in Deutschland und in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der iranischen Diaspora erweitert, mit dem langfristigen Ziel, ein nachhaltiges öffentlich zugängliches Archiv aufzubauen.
Afsun Moshiry ist eine in Berlin lebende Filmkuratorin und Produzentin. Ihre kuratorische und forschende Praxis konzentriert sich auf das iranische Kino sowie auf Fragen der Archivierung und des filmischen Erbes. Hadi Alipanah ist ein iranischer Journalist und Forscher. Seine langjährige Beschäftigung mit der Geschichte des iranischen Kurzfilms trug maßgeblich zur Wiederentdeckung und Restaurierung von Cinema-ye Azad bei.



































































































































