Über die Vergaben entscheidet eine unabhängige, sich ständig wechselnde Vergabekommission, bestehend aus erfahrenen Experten*innen aus verschiedenen Kunstsparten und kulturellen Hintergründen.

 

 

Zu den Kommissionsmitgliedern gehören:

 

Camilla M. Fehér (Berlin), Choreografin/Tänzerin/Musikerin. CMF erforscht die Rolle des Körpers als 'Resonanzkörper' bei der Aufführung von elektronischer/elektroakustischer Live-Musik. Raum, Umgebung und die Textur von Objekten werden in die Synergie von Tanz und Musik einbezogen. Aktuelle Ereignisse und Themen, persönliche Fragestellungen und Erinnerungen prägen ihren künstlerischen Prozess. Sie arbeitet mit der Idee des Rituals und hinterfragt die Rolle des Körpers in Landschaften. CMF komponierte Musik für Juli Reinartz ( Supergrün) und SKILLS (Arien aus Stein) und entwickelte mehrere Videoclips. Seit 2011 bildet CMF ein Performance-Duo mit Sylvi Kretzschmar unter dem Namen SKILLS. Sie arbeitete international als Tänzerin mit Shusaku Takeuchi, RAZ, Hans Tuerlings, sie war Mitglied von Poni.be und arbeitet regelmäßig mit Sharon Paz an Video-Performances. CMF entwickelte eigene Werke wie "Kapsar", "Solar Plexus", "The No Band" und weitere Sonic Choreographien. Performances wurden u.a. im HAU Berlin, Kampnagel Hamburg, Mousonturm Frankfurt, Wuk, Wien, Tanzquartier Wien, Thikwa Theater, Berlin und vielen anderen gezeigt.

 

Anica Happich, Schauspielerin, Künstlerin und kulturpolitische Akteurin, die an öffentlich geförderten Theatern, Institutionen der freien Szene und als Filmschauspielerin tätig ist. Als kulturpolitische Aktivistin arbeitet sie im Spannungsfeld der künstlerischen Praxis und bildungspolitischen Arbeit für die Bedeutung und die Belange der Darstellenden Künste. Als Schauspielerin war sie am Schauspiel Frankfurt, Theater Bielefeld und zuletzt Theater Basel engagiert. Als freischaffende Künstlerin widmet sie sich verstärkt der Arbeit in ihrem Künstlerkollektiv „happichzurlinden+“ und stand zudem zuletzt als Protagonistin des Mainzer Tatort für den Sender ARD vor der Kamera. Sie setzt sich für die Bedeutung und die Bedingungen von Kulturschaffenden ein und ist als Vorstandsmitglied des ensemble-netzwerks e.V verantwortlich für zahlreiche Bildungskonferenzen für Darstellenden Künstler:innen wie die "Bundesweite Ensemble-Versammlung" in Bochum und an der Volksbühne Berlin sowie "Burning Issues meets Kampnagel”. 

 

Hila Peleg, Kuratorin und Filmemacherin und lebt in Berlin. Zuvor hat sie Einzelausstellungen, große Gruppenausstellungen und verschiedene interdisziplinäre Kulturveranstaltungen in öffentlichen Institutionen in ganz Europa und darüber hinaus kuratiert. Unter anderem in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin; Iniva, Institute of International Visual Art, London; Centre Pompidou, Paris; Canadian Centre for Architecture, Montreal. Peleg war Co-Kurator der Manifesta 7 (Trentino-Alto Adige/Südtirol, 2008), der 10. Shanghai Biennale (2014) und der documenta 14 (Athen/Kassel, 2017). Ihre Spielfilme A Crime Against Art (2007) und Sign Space (2016) wurden weltweit auf Festivals gezeigt. Derzeit ist sie assoziierte Kuratorin am HKW, Berlin.

 

Friederike Wagner, Theater und Filmschauspielerin. Von 2009 bis 2010 war sie Protagonistin am Schauspielhaus Zürich, zuvor unter anderem am Deutschen Theater Berlin und Schauspielhaus Bochum.
Sie arbeitete u.a. mit Barbara Frey, Herbert Fritsch, Karin Henkel, Werner Düggelin und Benno Besson. Aktuell ist sie in „Hyperreal“ einer Inszenierung der Choreografin Constanza Macras am Schauspielhaus Düsseldorf zu sehen. Außerdem wirkte sie in „Bella Block“, „Tatort“ und weiteren zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit.

 

Katharina Schilling, Kuratorin und Büroleiterin im Haus am Lützowplatz, Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V. (HaL). Sie arbeitete für das Suermondt-Ludwig-Museum Aachen, die Akademie der Künste, Goldmann PR und die DNA-Galerie in Berlin. Sie hat mehrere Ausstellungen kuratiert, u.a. Jim Avignon, "Ich und das Establishment" (2011, HaL), Herakut, "Jukebox kontrovers" (2012, HaL), Ekaterina Burlyga / Felix Kiessling, ALLE GEGEN ALLE (2014, Lady Fitness, Berlin), HABSELIGKEITEN (2016, Gruppenausstellung, HaL), Moritz Frei (2017, die Landebahn, Berlin)

 

Evyonne Muhuri, Freiberuflerin und Kulturbotschafterin der Musikindustrie. Als Freiberuflerin hat sie an zahlreichen Booking und Festivalproduktionen für nationale und internationale Künstler wie Grandmaster Flash, Theo Parrish, DJ Premier, Italians do it better und viele andere mitgewirkt. Sie ist Mitbegründerin von Makakali - einer Plattform, die sich der Stärkung der transkulturellen Interaktion und des transkulturellen Austauschs durch Kunst und Musik widmet. Mit Makakali hat sie Ausstellungen mit Ebo Taylor (Ghana), Jojo Abot (Ghana/NY), Jaqee (Uganda) und vielen anderen kuratiert.

 

Marie DuPasquier (*1984, Lausanne. Lebt und arbeitet in Zurich and Berlin), eine freischaffende Kuratorin und Museologin aus der Schweiz. Sie studierte Kunstgeschichte und Museumswissenschaft an der Universität Neuchâtel in der Schweiz (MA, Eugene Ferdinand Piccard Preis, 2012). Sie experimentiert mit Kuration und Ausstellungsdesign; Sie untersucht Bildsystemen sowie die Positionen, Bewegungen und Beziehungen der verschiedenen Akteure und Körper im Raum, versammelt um die Idee der «  Kontaktzone » . Indem sie sich auf den kollektiven Aspekt der Projekte konzentriert, geht sie langfristig verschiedene Kooperationen mit den KünstlerInnen, KuratorInnen und ForscherInnen ein. Seit 2015, ist sie Kuratorin und Direktorin von Display, einem Raum für künstlerische und kuratorische Praxis in Berlin, der 2018 und 2020 mit dem Preis der Stadt Berlin, Senat Kultur & Europa Auszeichnung Künstlerische Projekträume und -Initiativen - Senat Kultur und Europa ausgezeichnet wurde. Zuvor war sie Assozierte Kuratorin im Maison d’Ailleurs, Museum für Science-Fiction, Utopie und außergewöhnliche Reisen (CH) und Präsidentin für das Fotografie Festival, Bieler Fototage (CH). Sie nahm 2018 an der kuratorischen Residenz im Mumai Art Room (mit Pro Helvetia New Delhi) und 2019 im Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop (DE) teil. Sie arbeitete mit der Fotografie Biennale in Mulhausen, der Kunsthalle Neuchâtel, CAN (CH), The Others, Turin (IT), Horse & Pony, Berlin (DE), Greylight Projects oder Poppositions, Brüssel (BE). 

 

Ruth Rosenfeld, lebt in Berlin und ist Schauspielerin und Vokalkünstlerin. Sie trat als klassische Sängerin mit Schwerpunkt zeitgenössische Musik u.a. an der Staatsoper Berlin, der Oper Zürich, der Oper Hamburg, den Bregenzer Festspielen und am Theater Basel auf. Als Schauspielerin arbeitete sie mit Regisseuren wie Frank Castorf, Dimiter Gotscheff, Herbert Fritsch, Patrick Wengenroth, Philippe Quesne, Jette Steckel und Thomas Ostermeier. Seit 2017 ist sie Ensemblemitglied der Schaubühne Berlin.

 

Simon James Phillips, ein kollaborativer Komponist und Pianist, der in den Genres Neue Musik, klassische Musik, elektronische Musik, experimentelle Musik und Jazz tätig ist, sowie in den Bereichen Theater, Tanz, Installation und Film gearbeitet hat. Als Komponist oder Performer hat er unter anderem am Borealis Festival (Bergen), den Darmstädter Ferienkursen (Darmstadt), dem Huddersfield Festival für zeitgenössische Musik (Huddersfield), dem Jazzfest Berlin (Berlin) und der Maerzmusik (Berlin) teilgenommen und mit dem Theater Basel (Basel), dem Ensemble Resonanz (Hamburg), dem Zafraan Ensemble (Berlin), dem Hong Kong New Music Ensemble (Hongkong) zusammengearbeitet. Aktuell arbeitet er unter anderem an GREENERY mit dem Bildhauer David Adamo (NY). Er ist im Stiftungsrat der Gwärtler Stiftung.

 

Stefan Rusconi, Musiker und Komponist an den Schnittstellen von improvisierter Musik, experimentellem Rock, elektronischer Musik und Jazz. Er toure viele Jahre lang mit der Band "RUSCONI" durch Europa und Asien und schrieb Musik für und performte mit ua Meg Stuart, Fred Frith, Thom Lutz, Tobias Preisig, Nora Schlocker, Roman Signer, Dieter Meier, Doug Weiss, Jared Gradinger&Angela Schubot, Norma Winston und Til Brönner. Zusammen mit Tobias von Glenck und Florian Röser baute er das MusikerInnenhaus "die Wache" in Berlin auf. Er ist Gründungsmitglied und Stiftungsrat in der Gwärtler Stiftung sowie der Stiftung Àrvore.